21.01.2016- 24.01.2016

Dieser Nachtdienst war sehr ruhig. Fasst schon zu ruhig. Ich habe weiter meine Geburt des morgens betreut und bei Stillproblemen geholfen. Eine Erstgebärende kam ins Geburtshaus, sie wollte aber eig. lieber ins andere und wollte auch sobald wie möglich dorthin. Sie war am liebsten alleine mit ihrem Mann. Aus dieser Situation konnte ich sehen, wie verschieden die Bedürfnisse der Frauen sein können. Es ist für mich als Hebammenschülerin aber eher schwierig die Rolle der Abwartenden und Außenstehenden zu haben, weil ich es  gewöhnt bin nah bei der Frau zu sein. Mir ist klar, dass dies nicht persönlich gemeint ist, mich aber trotzdem herausfordert.

 

Nach dieser Nacht konnte ich gut schlafen und habe an meinem freien Tag auch nicht viel getan.  

 

Freitagabend bin ich mit meiner Mitbewohnerin feiern gegangen. Man muss ja auch mal das Sozialleben fördern.

Am nächsten morgen jedoch hatte ich wegen eines Fehltritts am Abend, einen sehr geschwollenen Knöchel. Das Auftreten war so gut wie unmöglich und seeeeehr schmerzhaft. Deshalb fielen meine Pläne, nach Bristol zu fahren und  meine Freundin zu besuchen, ins Wasser.

Meine Mitbewohnerin und ich verbrachten dieses Wochenende auf der Couch mit Gossip Girl und chinesischem Essen. Nicht wie geplant aber trotzdem schön.

 

Ciao xxx 

26.1.16 22:22, kommentieren

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20.01.2016

*GÄHN*

Nach 14.5std Nachtdienst bin ich müde aber SEHR aufgedreht

Dies liegt daran, dass ICH eine Geburt geleitet habe. Kann es immer noch nicht glauben, dass die Hebamme so viel Vertrauen in mich hatte. Einfach toll

 

Zu Geburt gleich mehr. Gehen wir chronologisch vor.

Wir begannen den Dienst mir zwei Erstgebährenden unter Geburt. Soweit so gut.... Die Vorfreude war groß und die Frauen richtig nett. Leider mussten wir im laufe der Nacht beide ins Krankenhaus verlegen (Nicht aus richtig riskanten Gründen sondern nur weil sie aus den strengen Richtlinien fielen).

Also bin ich zum ersten Mal im RTW mitgefahren. Ist jetzt nicht so mein liebstes Hobby aber eine Frau zu verlegen wollte ich doch mitbekommen. Ich muss sagen es verlief alles ganz in Ruhe und die Gebährende schien auch sehr entspannt. 

Für mich war es jedoch der totale Kulturschock vom Geburtshaus in die Delivery Suite zu kommen. Die Kreißsäle bestehen hier nur aus einen Bett, dem CTG und der Reha Einheit und war klein. Außerdem sehr farblos und halt klinisch. Ich muss zugeben, dass ich wenn ich ins KH müsste dann doch lieber in eins in Deutschland gehen würde, da dort die Kreißsäle netter gestaltet und auch größer sind. Die Hebammen machten eine sehr ausführliche Übergabe und wir nahmen das Taxi zurück  zum Geburtshaus.

Zurück im Geburtshaus hat die anderen Hebamme schon die nächste Gebärende aufgenommen. Da dies auch die erste Schwangerschaft war, hatte ich nicht so die Hoffnung sie noch zu entbinden. Eine halbe Stunde vor Übergabe war sie dann aber Vollständig und sie machte erste Pressversuche... Zur Übergabe jedoch noch keinen Fortschritt. Ich beschloss zu bleiben. Als ich sie aus der Geburtswanne geholt habe ging es richtig gut voran und gegen 9:11 ist der junge Mann geboren. Das tolle war einfach, dass die Frau auf mich konzentriert war, auf mich gehört hat und die Hebamme nicht am Damm stand und die Gebärende nur motiviert hat mir zu zuhören. Sie suchte die Herztöne nach den Wehen. Also kann ich stolz sagen, dass ICH allein diese Geburt geleitet habe und am Ende in der Evaluation auch keine Kritik sondern Lob bekam. Die Plazenta kam ohne Probleme und dann schickte mich die Hebamme schließlich nach Hause, weil ich wieder Dienst habe am Abend.

 

Total glücklich aber müde gelang ich nach Hause. Ich war erst ziemlich aufgedreht aber nach einem Frühstück und einer Dusche, ging ich ins Bett.

 

An diesem Tag ist mir wieder mal klar geworden wofür ich Hebamme werden möchte und dass ich es auch kann. Eine große Sache für mein Selbstbewusstsein.

 

BYE BYE  

26.1.16 21:35, kommentieren