13.01.2015

Tag 4:

Erster Tag im Aveta Birth Centre des Cheltenham General Hospital

Natürlich bin ich viel zu früh aufgestanden aber so konnte ich wenigstens in Ruhe frühstücken.

Als ich im Krankenhaus ankam irrte ich ganze 15 min durch dieses ältere aber verwinkelte Gebäude um das Geburtshaus zu finden. Ich hab mich schon echt gewundert warum so viele Mitarbeiter dieser Klinik mir nicht sagen konnten wo ich lang soll. Aber in dieser Zeit ist wenigstens meine Nervosität verschwunden

 

Da es noch sehr ruhig war, gab es erstmal eine Führung. Jeder Saal hatte einen Namen einer straken Göttin wie z.B Athena. Es ist alles sehr gemütlich eingerichtet und 2 der Säle haben einen Geburtspool. Jeder Saal hat sein eigenes Bad mit Dusche. Wie es sich für England gehört, hatte jeder Raum einen Wasserkocher. Egal welchen Raum man betritt, man findet kein Bett sondern Pezzibälle, Sofas und Kissen. In jedem Saal findet sich ein Dopton ( Gerät mit dem man Herztöne hören kann). Am Ende des Flures findet sich ein Bett für Transport oder bequemes liegen nach der Geburt. Statistiken des Geburthauses sagen, dass 75% aller Frauen unter Geburt in den Pool gehen und 50% davon im Pool entbinden. Also werde ich wohl eine Wassergeburt mitbekommen. Es befindet sich (Lach-) Gas an dem Pool und an jeder Couch. Man findet nur ein CTG und das ist nur für Schwangere vor der Geburt, wenn diese mit wenigen Kindbewegungen kommen. 

Die Sofas können zum Bett ausgezogen werden falls das Paar länger bleiben möchte als 2h post partum. Der max. Aufenthalt ist 24h. Es gibt in diesem Haus auch keine Entbindungsstation. Hier in England ist es normal sofort nach Hause zu gehen. Selbst Kaiserschnitte werden nach 48h entlassen. Es ist alles möglich :D


 

 Sie Hebammen des Geburthauses arbeiten Hand in Hand mit den Community Midwives (Hebammen die Vor- und Nachsorgen + Hausgeburten machen). Ihr Büro ist im Geburthaus und sie haben ihren Raum für die Untersuchungen auch dort, so dass die Frauen oft auch dort entbinden wollen wenn sich Low Risk sind.

 

Dort habe ich auch die ersten Stunden meines Dienstes verbracht, weil wie die Vorsorgen einer Hebamme übernommen haben, da diese in eine wichtige Besprechung musste. Die ersten Besuche habe ich beobachtet, dann durfte ich endlich in Aktion treten. Leopold Handgriffe, Symphysen- Fundun- Abstand, Herztöne via Dopton, RR, Urinstatus, Blutabnahme und Beratung nach Bedarf. Wirklich eine Seite meines Berufs, die wirklich etwas für mich ist. Ich hatte großen Spaß, diese ganzen wundervollen Frauen kennen zu lernen. Mein Englisch reichte die ganze Zeit vollkommen aus. Die Frauen in England haben eine ganz andere Art von Mutterpass, der viel größer ist. Es ist eher ihre komplette Akte, die sie immer mit sich zu allen anderen Ärzten nehmen. 

Danach war leider nicht mehr so viel los. Das Klima im Team ist jedoch so gut, dass wir lange zusammen saßen und eine Tasse Tee nach der anderen getrunken haben. Trotz wenig arbeit habe ich gemerkt, dass diese langen Dienste von 7.30 bis 20Uhr sehr lange sind. Zuhause angekommen merke ich wie gut es sein kann Mitbewohner zu haben. Wir saßen noch ein paar Stunden zusammen und haben viel gelacht.

 

Jetzt bin ich müde und geh auch mal ins Bett.

Schlaft gut ich melde mich morgen wieder. Auch wenn ich morgen eher wenig tun werde da ich wieder mal frei habe. Schon ein Vorteil lange Dienste zu haben, weil man weniger Tage arbeiten muss um die Stunden zu machen.

 

Good night and take care xxxxxx

14.1.16 00:58

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